Geidorf´s eleven

Eine Schuldenperformance

Das Verhältnis von Schein und Sein, das besonders in bürgerlichen Zusammenhängen oft ein problematisches ist, ist zugleich eine Quelle unendlich lohnenswerter Themen und Stoffe, anhand derer sich diese Thematik abbilden lässt. Wir stellen uns einem schmerzhaften Thema, das im Großen wie im Kleinen die Basis unserer Wirtschaftslogik ist und für das Funktionieren unserer Gesellschaft sorgt: Schulden.

Das Theater im Bahnhof - seit Jahrzehnten unter anderem als Spezialist für die dokumentartheatralische Stadterkundung bekannt - nimmt gemeinsam mit den Kolleg*innen des Schauspielhaus Graz einen ganz besonderen Stadtteil ins Visier: das als wohlhabend bekannte Geidorf. Wir wagen einen Blick über die hohen Hecken, hinter die bürgerlichen Fassaden der prächtigen Villen und in die Seelen ihrer Bewohner*innen, wo nicht selten tiefe Abgründe klaffen. "Ocean´s Eleven", die Verbrecherkomödie mit George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts und anderen Hollywood-Stars, ist Ausgangspunkt und Inspiration für das Rechercheprojekt. "Geidorf´s Eleven" erzählt von Schuldenfallen, Opferhaltungen, Verdrängen, Versagen, Ausweglosigkeit und verbrecherischer Kreativität, Sucht und Sehnsucht, Scham und Schande  - und vom Streben nach Würde und dem Recht, das jede und jeder darauf hat.

Team

mit: Vera Bommer , Beatrix Brunschko, Gabriela Hiti, Silvana Veit , Martina Zinner, Regie: Helmut Köpping, Text: Helmut Köpping, Monika Klengel und Ensemble , Ausstattung: Heike Barnard, Dramaturgie: Monika Klengel, Carla Mäder , Regieassistenz: Claudia Bossard

eine Kooperation mit dem Grazer Schauspielhaus