Alles was der Fall ist

Traumprotokolle

...Oder. Ich stehe auf der Bühne und spiele Maria Stuart. Ich warte auf den Auftritt eines Boten. Stattdessen tritt nach einiger Zeit mein Bankberater auf die Bühne und sagt zu mir: "So geht es nicht weiter. Sie sind zahlungsunfähig!"

Schöne Frauen in alten Pyjamas erzählen Träume.

Man kann ihnen stundenlang dabei zuhören, aber auch an die Bar gehen oder eine Zigarette rauchen. Immer wieder stellen sie sich persönliche Fragen. Dabei sind sie gnadenlos. Ein Kosmos von Wünschen und Wahnvorstellungen, Behauptungen und Reflexionen wird entfacht.

Wir stellen eine prekäre, unvorhersehbare Bühnenanordnung ins Zentrum der Performance, die die ständige spielerische Aufmerksamkeit der improvisierenden Schauspielerinnen erfordert. Es gibt keine durchgängige Regie, sondern einen formalen Rahmen und Spielregeln. Dass der Abend mindestens drei Stunden dauert, fordert und überfordert die Akteurinnen und bringt sie dazu, im Hier und Jetzt zu agieren und zu reagieren. Schauspieler*innenängste, Alb- und Wunschträume bilden das erzählerische Fundament dieser Arbeit, ihr Ablauf wird durch den (Zu)Fall bestimmt. Ein Treffen von Erzählerinnen und Spielerinnen, die alle Schauspielerinnen sind und als Zeitgenossinnen live etwas zu sagen haben.

Das ist Volkstheater, Performance und radikale Anwesenheit. Spaß und Hintersinn!

 

 

 

Team

von und mit: Beatrix Brunschko, Juliette Eröd, Eva Hofer, Elisabeth Holzmeister, Pia Hierzegger, Gabriela Hiti, Monika Klengel, Martina Zinner, in wechselnder Besetzung , Ausstattung: Johanna Hierzegger, Kostüm: Heike Barnard, nach einer Begegnung mit Robin Arthur und Tanja Kraus