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RADIO 500 METER.

Was ist das Gute?

 

Zum Beispiel der europäische Feldhamster: er trennt seinen Müll, sympathisiert mit Occupy und Guerilla Gardening und hat bei all dem einen ausgeprägten Familiensinn. Leben und Handeln ergeben bei ihm ein schlüssiges Bild. Zusammen mit seiner Community wohnt er auf den Feldern hinter der Jahrhunderthalle. Dort wollte das Theater im Bahnhof ein alle Dimensionen sprengendes Porno-Remake zeigen. Doch Hamsterschutz geht vor und so ziehen sich die Performer aus Graz auf die Dachterrasse zurück. Dort bieten sie dem Publikum nun mit ihrem täglichen Marathon-Radio-Talk moralische Orientierungshilfen im Haltlosen.

RADIO 500 METER. Was ist das Gute? ist eine performative Installation bei der sich die Mitglieder des TiBs mit den Wertvorstellungen des gesellschaftlichen Mainstreams beschäftigen. Wir MülltrennerInnen, Global-2000 SpenderInnen und OccupysympathisantInnen, GenderschreiberInnen, was glauben wir wirklich. Wie gehen wir mit unseren Vorstellungen und unserem Alltagsverhalten um? Ergibt sich aus unserem Leben und unserem Handeln ein schlüssiges Bild? Das TiB entwickelt ein Spiel aus Fragen, Ratschlägen und spontanistischen Aktionen, die dieses inhaltliche Feld bearbeiten.
Die äußere Form der Arbeit ist ein Radiostudio mit einer kleinen, erhöhten Diskussionsplattform, in der die Beratungsgespräche geführt werden. Geplant als Durational Performance für eine Zeit von 3 Stunden. Dazwischen gibt es Musik. Empfangbar über eine lokale Radiosendeanlage.

5 PerformerInnen, Eine Radionanlage, Tonequipment.
mit Jacob Banigan, Eduard Hauswirth, Eva Hofer, Lorenz Kabas, Monika Klengel