Sie befinden sich hier:Produktionen

DIE ARLAND MYSTERIES

Wir wohnen zwischen Paranoia und Hysterie

 

TiB-Eigenproduktion in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus  

 

"Lokale Dramaturgie Universelles Genre" 

 

Für das "Theater im Bahnhof " ist die Stadt Graz - gefiltert oder ungefiltert, objektiv oder subjektiv - immer wieder Nährboden für die künstlerische Produktion. Über die Beobachtung unserer unmittelbaren Umgebung nähern wir uns allgemeinen gesellschaftlichen Fragestellungen. Das Entwickeln einer lokalen Dramaturgie für eine Produktion, die sich vom Mainstream abhebt und dennoch populär sein kann, ist der Ausgangspunkt für dieses Projekt. Überspitzt könnte man sagen: Graz ist für uns Modell für die Welt.


Alltagsbeobachtungen geraten in Konfrontation mit einem Stil, einer Form, einem Genre. Ausgehend von den Arland Gründen und ihrer BewohnerInnen entwickeln wir eine fiktive Erzählung , eine TiB-Mystery-Version zum Thema Furcht und Schrecken in unserer Stadt. Die Angst geht um in Graz.    

Die ARLAND GÜNDE sind als lokale Quelle der Ausgangspunkt für unsere Arbeit, diese auf den Trümmern der Papierfabrik Arland entstandene Siedlung dient als Inspiration. Topografisch am Rande der Stadt mitten in einer Shopping Mall, aber direkt am Mururfer (Idylle, "Lebensqualität"), soziologisch eine Durchmischung vieler Milieus und Kulturen, gesellschaftspolitisch ein Ort der Prekarisierung und Verarmung, der Fluktuation und eines neuen Heimatgefühles. Durch den theatralen  Blick bringen wir ein Sujet, die Arland Gründe,  vom Rand ins Zentrum der Stadt  rücken das Unprominente ins Bewusstsein, machen das Eigenartige und Bemerkenswerte sichtbar. 


Das Genre "Mystery" wurde als Plot über die Ausgangssituation gelegt. Im Zentrum steht die vorerst alltägliche Familiensituation einer Alleinerzieherin mit drei Kindern und vielen Jobs, man sieht ihren Kampf ums überleben. Die Kinder haben paranormale Fähigkeiten, in ihrer Umgebung kommt es immer wieder zu mysteriösen Vorfällen, Menschen verschwinden in der Mur oder sterben eines nach außen hin natürlichen Todes. Auf diese, für die Familie zum Alltag gewordene Situation, trifft ein Ermittlerpaar, das die mysteriösen Phänomene rund um die Familie aufklären soll. Immer mehr werden die beiden in die Familie hineingezogen und in die Situation verstrickt, alle Protagonisten kämpfen in zugespitzte Weise ums überleben.
Es geht  um die große Frage: WIE ÜBERLEBEN?
Und wie immer um das Verlieren und das Gewinnen.    

Regie: Helmut Köpping
Bühne: Maria Gruber
Mit:
Beatrix Brunschko, Juliette Eröd, Eva Maria Hofer, Lorenz Kabas, Mathias Ohner, Martina Zinner
Ilse und Kurt Garzaner als Gäste
Technik/Video: Jürgen Gerger