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GAME OF DEATH!

Ein impro-Solo

 

Jacob Banigan schafft ein neues Format. Sein erstes Solo, in dem das
Publikum in die Dramaturgie des Abends eingreifen soll. Alles wird am
Anfang offen gelegt, der Zufall bestimmt den Verlauf des Abends.

Wer wartet hinter der Tür? Wann wird der Tod kommen? Wie viel an dieser
Performance ist vorbestimmt? Entsteht alles aus dem Moment? Und kann
sich in jede mögliche Richtung weiterentwickeln? Oder füllt der
Darsteller nur die Lücken zwischen den Punkten eines Bildes? Füllt er
die Leerstellen? Erfüllt sich sein Schicksal? Wir versprechen eine
Initialzündung, was dann passiert, bestimmt ein Kartendeck: Was wird die
nächste Karte bringen? Ein Liebeslied singen. Kungfu lernen. Diskutieren.


Jacob Banigan geht von dem Filmstoff "Game of Death" mit Bruce Lee aus.
Bruce Lee konnte "Game of Death" nicht selber zu Ende bringen. Er starb
vor der Fertigstellung. Sechs Jahre später erfuhr der Film dennoch seine
Filmpremiere. Nur elf Minuten des originalen Filmmaterials (immerhin 100
Minuten) wurden verwendet. Durch ausgefuchste Schnitttechnik, Doubles
und vorsichtiges Umschreiben des Drehbuchs konnte Bruce Lee zum letzten
Mal auf der Leinwand zum Leben erweckt werden. Man verwendete Szenen aus
anderen Filmen, recycelte bestehendes Material, drehte Szenen mit
lebensgroßen Abbildungen von ihm. Auch Material von seinem Begräbnis
fand Eingang in den Film. So brüchig das Original der Vorlage, so
fragmentarisch das Solo von Banigan.


von und mit Jacob Banigan