Sie befinden sich hier:Produktionen

8790... UND HOFFNUNG AUF IMMERDAR

eine Heimatfilmperformance

 

Der Abend

Bei dieser Performance des Theater im Bahnhof handelt es sich um eine
abwechslungsreiche Präsentation, zu der die Moderatorin Juliette
illustre Gäste eingeladen hat. Das sind Menschen aus der Gemeinde
Eisenerz, weiters der Regisseur Paul Warta und der Schauspieler Lorenz
K., die wir an diesem Abend kennenlernen werden.

Der Regisseur Paul Warta hat das "Making Of" eines Films mitgebracht,
der im Sommer 2011 in Eisenerz gedreht wurde:


Der Film

Dieses neue Format "Ein Sohn unsere Gemeinde" wurde für einen Sender
entwickelt. Ziel ist es, unverheiratete junge Frauen oder Männer in
Regionen zu bringen, die von Abwanderung bedroht sind. Eine Tochter
(Nicole Zaiser) aus der Gemeinde Eisenerz wurde ausgesucht und empfängt einen jungen Mann, der sich gemeldet hat (Lorenz Kabas).

Sollten sich die beiden entschließen, tatsächlich zusammen zu bleiben,
stellt ihnen die Gemeinde als Start eine Wohnung (es gibt ohnehin genug
leerstehende Wohnungen) zur Verfügung, die - wenn das Paar so lange
zusammen bleibt - nach 5 Jahren ihnen gehört.

Die Idee für dieses Format stammt vom ehemals erfolgreichen Regisseur
Paul Warta, er hat in den letzten Jahren nur Misserfolge gehabt, die
Unmengen von Geld gekostet haben. Er tritt immer als charmanter
Überzeuger auf, verspricht das Blaue vom Himmel und überschätzt sich
maßlos. Deshalb hat man ihm diesmal die sehr strenge Produktionsleiterin
Sonja zur Seite gestellt.


Das Making Of

Im Making Of dieser Produktion, aus der wir Ausschnitte zu sehen
bekommen, wird das Thema Abwanderung und Neuanfang humorvoll beleuchtet
und gleichzeitig die Entstehung des Films gezeigt. Dadurch werden die
Beweggründe der Beteiligten erkennbar gemacht und die Vielschichtigkeit
des Themas Abwanderung und Neuanfang gezeigt.

In diesem Film spielen auch einige Eisenerzer und Eisenerzerinnen mit,
nicht zuletzt Nicole, die Hauptfigur, die vom Regisseur Paul für seine
Folge ausgesucht wurde.


Wahrheit oder Pflicht?

Durch die improvisierend durch den Abend führende Moderatorin begegnen
sich Schauspieler mit erfundenem, und Gäste mit nicht erfundenem
Hintergrund. Oft ist nicht mehr ganz ersichtlich, ob etwas nun noch fast
echt oder schon halb erfunden ist. Denn wir hören erdachte und wirkliche
Geschichten, die um das Thema Abwanderung und Neuanfang kreisen.


Das Projekt Hoffnung

Juliette reist mit diesem verrückten Theaterabend durch die Steiermark.
Ist es doch ihr Projekt, das überraschenderweise von der EU gefördert
wurde. Nicht zuletzt geht es an diesem Theaterabend auch um das Leben
und Sterben von Projekten. Projekte, auf die wir uns euphorisch
einschwören, die uns aber auch zur Last werden, die uns überfordern und
die wir letztlich mit Ach und Krach fertig machen und heilfroh sind,
wenn wir die Verantwortung wieder abgeben können.

 

Uraufführung: am 27.08.2011 in Eisenerz
Regie: Helmut Köpping
Script: Pia Hierzegger
Ausstattung und Locationscout: Heike Barnard, Johanna Hierzegger
Produktionsleitung: Christina Romirer
Filmteam: Johanna Moder, Robert Oberrainer, Stefan Rosensprung
Mit: Juliette Eröd, Gabriela Hiti, Eva Hofer, Lorenz Kabas, Rupert Lehofer, Martina Zinne, Nicole Zaiser

Weiters Stephan Eibel Erzberg, Reinhold Schenkermaier, Bauernmusik
Eisenerz, u.v.m.

Eine Koproduktion von Theater im Bahnhof, Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik und eisenerZ*ART