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TOD EINES BANKOMATKARTENBESITZERS

DEATH OF A CARDHOLDER

 

Director
Helmut Köpping

Author & dramaturg
Rupert Lehofer

Performers
Jacob Banigan, Juliette Eröd,
Pia Hierzegger, Monika Klengel, Martina Zinner

Set design
Johanna Hierzegger

Sound
Moke Klengel

Presentation
Kunstenfestivaldesarts, City2

Production
Theater im Bahnhof (Graz)

Coproduction
Kunstenfestivaldesarts, Göteborgs Dans& Teaterfestival, steirischer herbst festival (Graz), brut Wien, Forum Freies Theater (FFT) (Düsseldorf)

Supported by
Stadt Graz, Land Steiermark, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur City of Graz, Province of Styria, Federal Ministry for Education, Art and Culture

Special thanks to
Fnac, Théâtre National de la Communauté française

Project coproduced by
NXTSTP, with the support of the Culture Programme of the European Union

Mit TOD EINES BANKOMATKARTENBESITZERS produziert das Theater im Bahnhof ein weiteres Stück Theater mitten im banalen alltäglich Geschehen. Im laufenden Vollbetrieb der City 2, werden Geschichten von Bankomatkartenbesitzern erzählt. Während die Menschen in der Shopping Mall ihren Geschäften nachgehen, einkaufen, verkaufen, essen, zur Metro hasten, treffen sich die SpielerInnen mit/an ihrem Lieblingsbankomaten, verweilen ungewöhnlich lange und geraten offensichtlich in ein Gespräch.
Wir erkennen bald: Es ist ein Ritual. Einen Kaffee am Bankomaten nehmen. Ein Tänzchen um die Geldausgabe wagen. Alles dreht sich um die Teilhabe am Leben, und über das Ende dieser. Über den Tod als Kartenbesitzer. Über Leben und Tod entscheidet die Karte. Solange sie funktioniert ist man dabei. Darf leben und darüber reden. Doch wenn die Karten verschwinden, verschwinden auch sie. Der Tod unserer "Cardholder" ist kein physischer, sondern ein Verschwinden aus dem Betrieb der Shopping Mall, unmerklich, dramatisch unauffällig, und erst im Resultat überraschend.
Das Publikum trägt Kopfhörer. Wie in einem synchronisierten Kinofilm verfolgt es über diese die Gespräche der SpielerInnen. Dabei steht es aber mitten im Film. Und kann sich frei in diesem bewegen. Und so wird alles rundherum zum Teil der Inszenierung.
Die Geschichten der Cardholder ihr Leben und ihr Tod sind immer gleich. Das tägliche Leben in der Shopping Mall aber macht jede Aufführung zu einem Unikat. Das Publikum befindet sich gleichzeitig in zwei Welten.


Theater im Bahnhof is an Austrian ensemble from Graz that has attracted attention through its experimental on-site projects. They define their work as "contemporary Volkstheater (popular theatre) on the border between tradition and popular culture".
Death of a Cardholder is a play for a shopping centre with a cash dispenser. It is the story of people who could have been rich (they're quite sure of that), but who in fact belong to the ordinary middle class. Gathering at their favourite ATM is a ritual they share: having coffee at the cashpoint, performing a ritual dance around the cash dispenser. Actors, spectators and passers-by will gather in City2 around an ATM, the spot where money emerges from the virtual world of finance and becomes a daily reality. The place where everyone ? or at least that part of the population which, with the swipe of a card, has access to manna ? can participate in society and get their share of the dream. But when the cash cards vanish, so do they. The performers come and go in the crowd, but spectators can still hear them converse thanks to their headphones.
But where does this game end? Uncertainty creeps in, right in the heart of a consumer paradise?