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UNTERNEHMEN LEAR

 

Unternehmen Lear
eine Theater im Bahnhof Produktion

"Die Jungen steigen, wenn die Alten fallen." (Shakespeare)

"Übergeben heißt nicht mehr leben." (Volksweisheit)

 

Wir befinden uns in einem klassischen Familienbetrieb, einem *** Hotel in einer Stadt. Der Betrieb läuft seit Jahren reibungslos. Die Autorität des Vaters wir nicht hinterfragt. Die drei Töchter arbeiten in ihren klar abgegrenzten Bereichen. Da entscheidet sich der Vater mitten im Hochbetrieb für die Übergabe. Er verlangt dafür Fürsorge und Liebe. Die Überforderung mit der neuen Situation, den Betrieb weiter zu führen und zu verbessern und gleichzeitig den emotionalen Ansprüchen des Vaters gerecht zu werden, stürzt das System Unternehmen-Familie ins Chaos. Die Perspektiven veschieben sich: Streitereien und gegenseitige Vorwürfe unter den Schwestern, ein Vater, der nicht loslassen will, und drei Töchter, die mit ihrem alternden Vater immer weniger zurecht kommen.

Ein Herold und live-Musiker kurbelt den Fortgang der Handlung immer wieder an und verschafft mit seinen Liedern emotionale Einblicke in die einzelnen Figuren.

Das TiB verdichtet Shakespeare´s weitläufige Tragödie des König Lear auf die Kernfamilie des Titelhelden und verknüpft sie mit der aktuellen Situation eines Unternehmens im Spannungsfeld zwischen persönlichen Bedürfnissen und wirtschaftlichen Anforderungen.

 

Regie: Lorenz Kabas
mit: Kurt Garzaner, Juliette Eröd, Elisabeth Holzmeister, Martina Zinner, Jacob Banigan
Bühne: Heike Barnard
Assistenz: Christopher Frisee
Technik: Jürgen Gerger