Wir sind jetzt in offensichtlich ein Alter gekommen, wo wir nicht nur mehr an die Zukunft, sondern an die Vergangenheit denken. Und da die unsrige glorreicher kaum sein könnte, bringen wir Ende Mai doch tatsächlich so was wie eine Best-Of-Base-CD auf den Markt, die "15 for the Jukebox --1996-2008" heißen wird.
Dazu laden wir, The Base, zu zwei Best-of-Base-Parties, im Rahmen derer wir nicht nur live spielen (hauptsächlich natürlich die alten Hadern), sondern auch ein Base-Museum installieren. Darin wird die Geschichte von The Base ausführlich dokumtiert: in Form von Pressefotos aus den späten 80ern (die uns als damalige Schulband mit Hippie-Outfit und später mit Popperschnitt und Buntfaltenhosen zeigen), alten Zeitungsartikeln, (die uns entweder das baldige Ende oder den internationalen Durchbruch prophezeien), die ersten Platten- und Bandübernahmeverträge (und ? noch zahlreicher ? die Absagen der Firmen), vergilbte Plakate, Flyer und Backstagepässe zu Festivals, die es längst nicht mehr gibt (die darauf verwendeten Schriftfonds gibt es auch nicht mehr), kuriose Tonträger (in welches Gerät hat man diese Dinge gesteckt?) und natürlich die stadtbekannten gelben Base-Pickerln mit "The Wedding of Funk & Underground".
Kurz, es handelt sich um einige mit ausführlichen Beschreibungen versehene Objekte, die nicht nur die die Sprossen der - sich unendlich langsam aber stetig aufrichtenden - Karriereleiter von The Base markieren, sondern darüber hinaus auch ein interessantes Kapitel jüngerer österreichischer Musikgeschichte dokumentieren.
Ganz persönliche Goodies, wie das Kapperl und der Fünfsaiter des Ex-Bassisten Heinz, meinen peinlichen Punkterl-Bühnenpulli und meine alte geschmacklose Heavy-Metall-Gitarre oder das erste mit Bandnamen bedruckte Bassdrumfell sind auch dabei. Auf einer Laptop-Jukebox kam man sich außerdem jene ur-ur-ur-alt-Werke von The Base anhören (und auf USB-Stick runterladen), die wir bis dato noch niemanden vorgespielt haben. Aus gutem Grund, übrigens.
Bis dann, Norbert (Kurator)
30. Mai, Birdland, Wien
4. Juni, Theater im Bahnhof, Graz
Beginn: jeweils 20.30 Uhr