Sie befinden sich hier:Produktionen

GEIDORF´S ELEVEN

Eine Schuldenperformance

 

mit Vera Bommer, Beatrix Brunschko, Pia Hierzegger, Gabriela Hiti, Silvana Veit, Martina Zinner


Regie: Helmut Köpping
Regieassistenz: Claudia Bossard
Bühne und Kostüme: Heike Barnard
Dramaturgie: Monika Klengel, Karla Mäder

Text: Helmut Köpping, Monika Klengel und Ensemble

eine Kooperation mit dem Grazer Schauspielhaus

Das Verhältnis von Schein und Sein, das besonders in bürgerlichen Zusammenhängen oft ein problematisches ist, ist zugleich eine Quelle unendlich lohnenswerter Themen und Stoffe, anhand derer sich diese Thematik abbilden lässt. Wir stellen uns einem schmerzhaften Thema, das im Großen wie im Kleinen die Basis unserer Wirtschaftslogik ist und für das Funktionieren unserer Gesellschaft sorgt: Schulden. Das Theater im Bahnhof - seit Jahrzehnten unter anderem als Spezialist für die dokumentartheatralische Stadterkundung bekannt - nimmt gemeinsam mit den Kolleg*innen des Schauspielhaus Graz einen ganz besonderen Stadtteil ins Visier: das als wohlhabend bekannte Geidorf. Wir wagen einen Blick über die hohen Hecken, hinter die bürgerlichen Fassaden der prächtigen Villen und in die Seelen ihrer Bewohner*innen, wo nicht selten tiefe Abgründe klaffen. "Ocean´s Eleven", die Verbrecherkomödie mit George Clooney, Brad Pitt, Julia Roberts und anderen Hollywood-Stars, ist Ausgangspunkt und Inspiration für das Rechercheprojekt. "Geidorf´s Eleven" wird von Schuldenfallen, Opferhaltungen, Verdrängen, Versagen, Ausweglosigkeit und verbrecherischer Kreativität, Sucht und Sehnsucht, Scham und Schande erzählen - und vom Streben nach Würde und dem Recht, das jede und jeder darauf hat.

Das Stück wird auf Basis von Recherchen und Fragestellungen ausgehend vom Thema Schulden entwickelt und mit sechs Schauspielerinnen aus beiden Institutionen aufgeführt.