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WARUM ICH MEINE DEMENTE MUTTER BELÜGE

Ein Abend zum Thema Pflege mit Motiven aus dem gleichnamigen Buch von Cyrille Offermans

 

Regie: Helmut Köpping / Ausstattung: Heike Barnard, Johanna Hierzegger / Technik und Sound: Moke Klengel
Text: Helmut Köpping nach Motiven
von Cyrille Offermans
mit: Jacob Banigan, Beatrix Brunschko, Gabriela Hiti, Eva Hofer, Elisabeth Holzmeister
Dank an Martina Martiniskova Binderova

"Hier?

Nein.

Keine Ahnung.

Hier war ich noch nie!"

 

Das TiB nimmt sich ein Thema vor, das in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus unserer Gesellschaft gerückt ist und auch uns Babyboomer mit ihren alternden Eltern beschäftigt bzw. in absehbarer Zeit beschäftigen wird.

Wir nähern uns diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Einerseits geht es um den Umgang einer Tochter mit ihrer zunehmend an Demenz leidenden Mutter in einer Situation, in der in ihrem eigenen Leben vieles im Umbruch ist.

Die Mutter wird ihr immer fremder, die Frau, die sie bisher gekannt hat, verschwindet zusehends, und ihr fällt es schwer diesen Umstand zu akzeptieren.

Andererseits wird auch die Situation der 24-Stunden Pflegerin aus der Slowakei beleuchtet.

Wo ist ihr wahres Leben oder gibt es das gar nicht?

14 Tage in einem fremden Haushalt, und dennoch ständig in einer sehr nahen, sehr intimen Situation, 14 Tage zu Hause bei der eigenen Tochter, aber immer mit dem Gefühl zumindest die Hälfte zu versäumen, selbst keine gute Mutter zu sein.

Und dann geht es noch um die beste Freundin der Tochter, die dies alles dokumentieren will.

Es geht um Eifersucht, Konkurrenzdenken, Sehnsucht nach Anerkennung, aber auch um Verständnis, Vertrauen und um eine lebenslange Freundschaft zwischen zwei Frauen.

Wir zeigen die Dokumentation einer Familiengeschichte aus der Sicht der besten Freundin, eine Gschichte zwischen Absurdität und Normalität, Leichtigkeit und Trauer, zwischen Grenzüberschreitungen und Einfühlungsvermögen.