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DIE FLEISCHHAUER VON WIEN

Koproduktion mit dem Volkstheater Wien

 

Es gibt sie noch, die echten Wiener Fleischhauer.

In mehr als 100 Betrieben wird das alte Handwerk ausgeübt. Der Kundschaft werden hochwertige Fleisch- und Wurstwaren sowie individuelle Beratung geboten. Der Eisengeruch und die fleischige Sinnlichkeit in den Fachgeschäften sind unverkennbar. Keine Feinkostabteilung im Supermarkt kann da mithalten. Die hohe Kunst der Fleischhauerei hat Tradition. Doch das Berufsbild hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Nur ein Betrieb führt in Wien nach wie vor hauseigene Schlachtungen durch. Die kleinen Fleischhauereien verschwinden mehr und mehr. Oft weigert sich die nachfolgende Generation, den Betrieb zu übernehmen.
Wie steht es eigentlich um die Zukunft der Zunft?

Mit dieser Frage macht sich das Theater im Bahnhof auf und untersucht die Lage der Fleischer/innen in den Wiener Bezirken. Rund um Hackstock, Fleischwolf und Messerwetzmaschine kommen Schauspieler/innen mit echten Fleischermeister/innen zusammen. Sie begeben sich in einen Prozess der gemeinsamen Beobachtung und erforschen die beruflichen und alltäglichen Zustände des Gewerbes in Wien. Theater im Bahnhof setzt auf die Wiedererkennbarkeit des Alltags im Bühnengeschehen. Es betreibt zeitgenössisches Volkstheater, das sich mit österreichischer Identität zwischen Tradition und Pop auseinandersetzt. Sein Leitsatz: Regional ist universal!