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Nicht einmal Hundescheiße.

Eine minimalistische Bürgerchoreographie

 


In einem kleinen Park in Graz treffen sich vier Frauen. Sie unterhalten sich über maßgebliche Dinge des Lebens.

Die ZuschauerInnen sind im gegenüberliegenden Hochhaus, und blicken auf die Szenerie wie auf einen Film.

Den Soundtrack ( vorwiegend Dialoge und explizite Geräusche ) bekommen die ZuschauerInnen eingespielt, die Schauspielerinnen spielen quasi Playback dazu. Sie bewegen ihre Lippen synchron und auch asynchron, verstärken dadurch den Eindruck der Liveübertragung, und entfernen sich spielerisch wieder davon. In diesem Spannungsfeld entseht ein assoziationsreiches Bild, das von der BetrachterIn vervollständigt wird.

Die sich zufällig bewegende Umgebung um den Park, Autoverkehr und vereinzelte PassantInnen, in Spannung dazu, im "Kern" des Parks die choreographierte inszenierte Stückabfolge.


Im Zentrum dieses behaupteten Films steht eine Frau, die ein Porträt ihrer Generation macht Sie sagt, sie will einen Film machen, nichts zu kompliziertes, einfach das, was sie machen kann, an den Wochenenden, etwas worauf sie Lust hat. Ein Porträt wird es, in dem es im Grunde um Engagement geht. Die Figuren dienen über einen realistisch dokumentarischen Bereich hinaus als Trägerinnen ausgewählter Texte die dieses Porträt auf merkwürdige Art zeigen. Das alles geschieht in einem unbedeutendem Park, einem übersehenen Ort in Graz, an dem angeblich nicht einmal Hunde zum Scheißen ausgeführt werden.


Ab jetzt privat. Ab jetzt danke. Passt alles schon. Alles okay. Privat. Wir wollen nichts sagen. Kleine Pause. Nicht ironisch gemeint. Ganz ehrlich. Pause. Subventioniert schon, aber Pause. Sind ohnehin alle bankrott. Wir müssen uns diese Auszeit nehmen. Wo nichts mehr ist, darf man wieder klein beginnen.

Produktion des Theater im Bahnhof
Uraufführung für den steir. herbst 2005
ausgezeichnet mit dem TheaterlandPREIS 2007 
Gastspiel bei den Berliner Sophiensälen Juni 2007
Regie: Helmut Köpping
Dramaturgie: Rupert Lehofer
Musik und Lieder: Norbert Wally
mit: Beatrix Brunschko, Pia Hierzegger, Eva Maria Hofer, Martina Zinner
Technische Bertreuung: Gabriela Hiti
Ausstattung: Michael Stegmüller
Gastspiel im Rahmen der Factory Season 08 vom Tanzquartier Wien im Mai 2008