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FERNLIEBE

 

"Das wird so Stück für Stück, das ist wie eine kleine Insel, die man in Besitz nimmt, eine kleine bewohnte Insel, erst hat man ein paar Gegenstände auch dort, die Zahnbürste, ja die Zahnbürste, ist wahrscheinlich weltweit das erste, was bleibt, und so, ein paar Bücher auch da, so ja und man kriegt eine halbe Lade, ein halbe Schublade, für die Unterhosen und Socken."


FERNLIEBE ist eine Performance, über die Sehnsucht nach einer Liebe, die man hat, nur leider nicht dabei.
Man lebt dort, wo die Arbeit ist und nicht dort, wo die Liebe ist.
Da treffen sich drei, die haben Arbeit und eine Liebe: Er, Sie und ein Guitarrista auf einer Milonga.
An einem Abend die Woche kompensieren sie Tango tanzend, dass die Arbeit das Leben mit der Liebe verhindert.
Ihre Sehnsucht nach dem anderen Menschen wird zum Projekt.
Mit dem Tango wird das Alleinsein zu einer Kunst. Nur tanzen sie nicht mit den geliebten Menschen. Zum Glück sind genug andere da, die auch einen Ersatzmenschen brauchen.
Erotisch, sinnlich und elegant will man sein in der einsamen Beziehung. Etwas altbacken, aber ab Mitte dreißig darf man das.
Es ist auch die Sehnsucht, die eigene körperliche und motorische Unzulänglichkeit zu überwinden.
Ein Abend über Menschen die in der Mitte ihres Lebens die Liebe der Arbeit unterordnen. Was das für sie heißt, und ob das gut oder schlecht für sie ist - die Frage stellen sie sich nicht.
Von und mit: Gabriela Hiti, Lorenz Kabas, Rupert Lehofer
Tangotrainer: Holger Bock, Vesna Drnovsek Bock
Licht und Ton: Moke Klengel