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Einschlafgespräche

Was vom Tage übrigblieb

 

Schläfst du schon?
Nein.
Hörst du mir noch zu?
Nein - Ich schlafe schon.


Das Grazer Theater im Bahnhof inszeniert im Hof des Museumquartiers eine Schlaf- und Wachlandschaft. PassantInnen können 20 AkteurInnen, die verteilt in vier großen Kuppelzelten liegen und sich leise und intim unterhalten, beim Einschlafen zuhören. Assoziativer Fluss, Geschichten, Träume, Echtes/Erfundenes, Langsamkeit, Müdigkeit Heiterkeit: Die Einschlafgespräche haben das Tröstliche einer gemeinsamen Erzählung. Das Publikum wird Zeuge, wenn intellektuelle Schranken fallen, wenn sich in diesem eigenartigen Zwischenzustand Tagesreste mit Assoziationen, Traumbildern und Alltäglichkeiten verbinden. In einer maximal entspannten Haltung, im Moment des körperlichen Kontrollverlustes durch Müdigkeit, entstehen unvorbereitete Ich-Erzählungen, die das Publikum miterlebt und hört...

 

Die Einschlafgespräche gehörten im Jahr 2003 zum rituellen Tagesabschluß unserer 10-tägigen Performance "Acconci - Insel in der Mur". Während die Insel geschloßen wurde und die Wachhunde aufzogen, konnte man von den Murufern aus, den SchauspielerInnen beim Einschalfen zuhören und schauen...

 

Konzept:                            Theater im Bahnhof
Künstlerische Begleitung:   Ed. Hauswirth
SchläferInnen:                   TiB-Ensemble und Gäste